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Koreanisches Kimchi (Traditionelles Tongbaechu Kimchi)

Ich esse sehr gerne fermentiertes Gemüse. Ich mache selbst Salzgurken, Sauerkraut (aus Spitzkohl) und Curtido. Manchmal möchte man aber auch einen für deutsche Gaumen etwas abenteuerlicheren Geschmack: Da greife ich dann meist zu Kimchi aus dem Asialaden. Dort wird das allerdings sehr teuer verkauft, daher habe ich meine Urlaubszeit genutzt und es mal wieder selbst gemacht.

Was man grundsätzlich benötigt, ist schön frischer Chinakohl und südkoreanische Chili/Paprikaflocken, Gochugaru genannt. Diese bekommt man mittlerweile in jedem gut sortierten Asialaden, sowie auch im Internet bei Amazon. Die “Nong Shim Farmer’s Heart” Flocken sind eher mittelscharf und man kann die Schärfe des fertigen Kimchis damit recht gut dosieren.

Beim Rezept habe ich mit ziemlich am allseits bekannten Youtubevideo von Maangchi orientiert, da ich das traditionelle Kimchi mit Viertel-Chinakohlköpfen bevorzuge. Auch wer kein Englisch versteht, sollte es sich zur Visualisierung der Vorgehensweise ansehen. Link: https://www.maangchi.com/recipe/tongbaechu-kimchi

Wir benötigen zudem ein Gefäß zur Fermentierung. Ich benutze hier einen 5l Crock, in dem ich zum Beispiel auch Sauerkraut fermentiere. Nachdem es 2-3 Tage bei Raumtemperatur gelagert wurde, wird es in Plastikgefäße umgefüllt, die in meinen Kühlschrank passen. Das Kimchi muss nach der ersten Fermentierung kühl gelagert werden, damit der Säuerungsprozess abgebremst wird. Ähnlich wie bei frischem Sauerkraut.

Zutaten:

Einsalzen des Chinakohls
– ca. 3kg frischer Chinakohl
– ca. 200g unjodiertes, grobes Meersalz

Reisporridge
– 450ml kaltes Wasser
– 2EL Klebereisstärke (aus dem Asiamarkt)
– 1 1/2EL brauner Zucker

Gemüse
– 250g Karotten, in feinen Stücken
– 350g Rettich, in feinen Stücken
– 1 Bund Knolau/chinesischer Schnittlauch (aus dem Asiamarkt)
– 1 1/2 Bund Frühlingszwiebeln

Würzpaste
– 300g gelbe Zwiebeln
– 65g Knoblauchzehen (ca. 1 1/2 Knollen)
– 50g Ingwerknolle, geschält
– 100g Gochugaru/koreanische Paprikaflocken
– 75ml Fischsauce
– 1TL fermentierte Fischpaste (sehr salzig)

Zubereitung:

Einsalzen des Chinakohls
Chinakohl am Wurzelbereich halbieren, dann den Rest des Chinakohls vorsichtig auseinanderreißen. So trennen sich die Blätter natürlich und werden nicht auseinandergeschnitten. Chinakohlhälften in kaltes Wasser tauchen und dann jedes Blatt einzeln mit etwas Salz bestreuen. Nun werden die Chinakohlhälften in eine große Schüssel gelegt und alle dreißig Minuten, für eine Gesamtdauer von etwa 2,5h, umgeschichtet. Der Chinakohl verliert in dieser Zeit sehr viel Flüssigkeit. Diese nicht abgießen, sondern immer wieder über den Chinakohl gießen. Durch den Flüssigkeitsverlust verliert der Chinakohl seine Knackigkeit, die Blätter lassen sich umfalten ohne zu brechen. Dies ist später für das Würzen und Einschichten in das Fermentierungsgefäß wichtig.

Während der Chinakohl Wasser verliert, können wir die anderen Zutaten vorbereiten. Der Reisporridge ist am Nächsten dran, da dieser abkühlen muss.

Reisporridge
Wasser und Reismehl mit einem Schneebesen in einem kleinen Topf vermischen, bei mittlerer Temperatur unter gelegentlichem Rühren erhitzen. Wenn der Porridge anfängt anzudicken, den Zucker einrühren. Der Porridge ist fertig, wenn die Konsistenz merklich dicker ist und das Gemisch kurz gekocht hat. Auskühlen lassen.

Würzpaste
Wer einen Standmixer mit starkem Motor hat, kann diesen hier benutzen – ein Häcksler/Food Processor mit scharfen Messern tut es aber auch. Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer werden zu ähnlicher Größe vorportioniert und dann mit dem Gerät der Wahl zu einer Paste verarbeitet.
Reisporridge, Würzpaste, Fischsauce und Fischpaste in einer größeren Schüssel (wenn möglich Edelstahl oder Glas, das Gochugaru färbt sehr) vermengen, dann die Paprikaflocken untermischen und stehen lassen. Das Gochugaru quillt durch die Flüssigkeit der Paste auf und wird deutlich homogener.

Gemüse
Karotten und Rettich schälen und je nach Wunsch in gleichmäßig große Stücke schneiden. Normalerweise nimmt man Daikon-Rettich, der quasi unserem weißen Rettich sehr ähnlich ist. In meiner Kleinstadt war aber Anfang September kein weißer Rettich zu bekommen, daher habe ich roten Rettich verwendet. Dieser ist ein wenig schärfer, nachdem die Schale ab ist aber innen auch weiß. :) Den Rettich habe ich gestiftelt, die Karotten in Rauten geschnitten.
Frühlingszwiebeln wurden in ca. 2.5cm lange Stücke geschnitten, der Knolau feiner gehackt.
Die Gemüse können bereits unter die Würzpaste gemischt werden. Dadurch wird diese wieder etwas dünnflüssiger.

Chinakohl
Der Chinakohl wird nun in der Spüle mit kaltem Wasser mehrfach ausgewaschen um das Salz wieder loszuwerden. Ist das Kimchi später zu salzig, wurde der Chinakohl nicht gründlich genug ausgewaschen. ;) Ruhig auch zwischen den Blättern etwas reiben. Um das Kimchi nicht zu verwässern, sollte der Chinakohl nun eine gute halbe Stunde in einem Seiher abtropfen.
Dann im Wurzelbereich die Hälften nochmals halbieren, um jeden Chinakohl zu vierteln.

Es wird Kimchi!
Nun sollte man sich am Besten Einmalhandschuhe anziehen – wie gesagt, das Gochugaru ist sehr färbestark.
Ein Chinakohlviertel in die Schüssel mit der Würzpaste legen, mit einer Hand ein Blatt anheben, mit der anderen sorgfältig etwas Würzpaste darauf streichen. Jedes Blatt sollte etwas Würzpaste abbekommen. Dann auf die Hälfte falten und sorgfältig in den Fermentierungsbehälter schichten.

Fermentierung

Je nach Raumtemperatur sollte die Erstfermentierung länger oder kürzer dauern. Grundsätzlich gilt: Das Gemüse sollte im Topf beschwert werden, damit das bei der Fermentierung enstehende CO2 das Gemüse nicht hochgeschwemmt wird. Hierzu eignen sich z.B. die Glasdeckel (ohne Metall) von Drahtbügelgläsern oder spezielle Fermentierungsgewichte. Mindestens zweimal am Tag die Gewichte sanft nach unten drücken, so entweicht angestautes CO2. Spätestens nach 24 Stunden sollte sich Saft gebildet haben.
Bei 25°C maximal 36 Stunden
Bei 18-20°C können es auch mal drei-vier Tage sein
Bei mir hat es momentan etwa 19°C in der Küche und ich bin bei 72 Stunden angelangt. Erst seit etwa 6 Stunden ist im Topf genug Flüssigkeit um den kompletten Kohl zu bedecken. Beim Probieren der Flüssigkeit (mit einem sauberen Löffel!) habe ich festgestellt, dass diese erst mäßig sauer schmeckt. Ich lasse das Kimchi daher noch mindestens 12 Stunden im Topf, bevor ich es in den Kühlschrank umlagere.

 

Passt nicht alles in den Crock? Kein Problem. Das frische Kimchi passt, grob zerrupft, auch super zu einer Schüssel Reis.

Devilled Eggs

Nach einem Rezept von Lazy Susan Tapas Bar in Macon, Georgia und Adam Ragusea

Die meisten Dinge müssen mindestens einen Tag zuvor vorbereitet werden.

Senf-“Kaviar”

Wenn Senf nur in Wasser kocht, blähen sich die einzelnen Senfkörner um das Doppelte ihres Volumens auf und sondern eine klebrige Substanz ab, die – wie bei echtem Kaviar – die kleinen Körner aneinander kleben lässt.

Die hier vorbereitete Menge reicht auch für 30 Eier, muss also nicht verdoppelt werden.

Zutaten:

90g ganze Senfkörner, trocken
90ml Essig, z.B. Apfelessig oder Branntweinessig
etwas Wasser
20g brauner Zucker

Zubereitung:

Senfkörner in einem Topf in guter Menge kaltem Wasser aufkochen lassen, bis die Senfkörner deutlich an Volumen gewonnen haben, mindestens 5 Minuten.
In einem Schraubglas Essig, Zucker und Wasser mischen bis sich der Zucker gelöst hat
Senfkörner abseihen und in das Schraubglas füllen. Gut mischen, zuschrauben und bis zur Verwendung im Kühlschrank lagern.

Getrockneter Schinken

ca 100g Schwarzwälder Schinken (Fettrand vorher entfernen) auf einem Gitter im Backofen bei 115°C Umluft für etwa 50 Minuten trocknen. Der Schinken sollte die Konsistenz von Chips haben.

Gefärbte Eier

Zutaten:

15 Eier, Größe M
2 EL Salz
Einen guten Schuss Essig

1/2 Kopf Rotkohl
2 EL Salz
Natron
ca 30ml Essig
30g Zucker

Zubereitung:

In einem großen Topf Wasser mit Salz und Essig zum Kochen bringen, die Eier darin 14 Minuten kochen, dann in kaltem Wasser (wenn möglich Eiswasser) abkühlen lassen. Eier schälen, halbieren und das Eigelb für den nächsten Tag aufbewahren. Eiweiß beseite stellen.

Rotkohl grob hacken. In einem großen Topf Wasser mit Salz und Natron zum kochen bringen, Rotkohl darin etwa 6 Minuten kochen. Rotkohl in einen Seiher abgießen, etwas von dem farbigen Kochwasser (etwa 400ml) reservieren. Damit wird das Püree dann auf Konsistenz gebracht.
Wenn der Rotkohl abgekühlt ist, in einen Food Processor oder Standmixer füllen. Zucker und etwas reservierte Flüssigkeit dazu, zu einer breiig-flüssigen Konsistenz pürieren.
Rotkohl enthält den wasserlöslichen Farbstoff Anthocyan. In einer basischen Umgebung (durch Beigabe von Natron) wird dieser tiefdunkelblau. Durch beimischen einer Säure (Essig) kann die Farbgebung wieder ins rötliche gebracht werden. Einfach so viel Essig zum Püree zugeben – und mixen – bis euch der entstandene Lilaton gefällt. Wer lieber rot-violette Eier mag, kann das Natron auch komplett weg lassen und nur Essig verwenden.
Nun in einem Behälter der in euren Kühlschrank passt (möglichst aus Glas, der Rotkohl ist sehr farbstark..) abwechselnd die halbierten Eier und das Rotkohlpüree schichten, sodass alle Eier gut von Farbstoff umgeben sind. Verschließen und mindestens 18h in den Kühlschrank stellen.

Devilled Eggs

Am nächsten Tag die Eier aus dem Püree ausgraben (möglichst mit Einweghandschuhen) und abspülen um die Reste Püree abzubekommen. Auf Küchenrolle trocknen lassen.
Eigelbe durch ein feines Sieb streichen.

Zutaten:

1 EL Senf
2-4 EL Mayonnaise
Salz, Pfeffer
Optional: Ancho-Chilipulver
getrockneter Schinken
Senf-“Kaviar”

Zubereitung:

Eigelb mit Salz, Pfeffer und Chilipulver nach Geschmack würzen, mit Senf und 2 EL der Mayonnaise verrühren – die Masse sollte standfest und nicht zu cremig werden.
Masse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen und die zwischenzeitlich auf einem Tablett angerichteten Eiweißhälften mit der Masse füllen.
Mit “Kaviar” und Schinkenchips dekorieren. Fertig.

DIY Schrägband / Bias Tape

Vor ein paar Tagen kam in einer Nähgruppe auf Facebook mal wieder die Frage, wozu man denn so einen Schrägbandformer eigentlich braucht, man könne Schrägband ja auch einfach so machen, nur mit dem Bügeleisen. Das mag ja auch sein, allerdings ist das meiner Meinung nach eine ziemliche Fummelei und Zeitverschwendung, wenn es auch viel einfacher geht. Daher habe ich beschlossen euch mal eben zu zeigen, wie ich 10m Schrägband innerhalb von 15 Minuten gemacht habe. :)

Beginnen wir mal mit den eigentlichen Schrägbandformern. Ich habe momentan zwei verschiedene Breiten. Einen 25mm von Prym und einen 1/2” von Clover. Das Maß bezieht sich hierbei auf das 1x gefaltete Schrägband. Da ich für mein aktuelles Projekt die 25mm benötige, zeige ich euch den Ablauf damit.

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Als Bias oder Schrägschnitt bezeichnet man bei gewebten Stoffen den 45° Winkel zwischen Kett- und Schussfäden. Stoffe die im Bias zugeschnitten wurden, sind leicht elastisch und trennen sich nicht auf.

Mein Stoff ist ein halber Meter Patchworkstoff. Achtet darauf, dass die Schnittkanten gerade sind. Nun legen wir die rechte Webkante nach unten zur Schnittkante.

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Ich stecke den Stoff nun gerne mit ein paar Stecknadeln fest, damit er mir beim Schneiden nicht verrutscht.

Nun zu der Breite, die wir schneiden müssen: Da ich den 25mm Former benutze und dieses Maß sich auf das bereits 1x gefaltete Schrägband bezieht, müssen wir die 25mm*2 nehmen. D.h. wir schneiden nun Streifen in einer Breite von 5cm. Hierzu benutze ich mein Lineal und den Rollschneider.

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Wenn alle Streifen geschnitten sind, werden sie im 90° Winkel  zueinander rechts auf rechts wie in der Markierung angedeutet zusammennähen. 

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Die überstehenden Spitzen abschneiden. Nun zum Bügelbrett wechseln und die Nahtzugaben auseinanderbügeln. Dann den Stoff in den Schnittbandformer einfädeln und ein Stück durchziehen. Jetzt mit viel Dampf und Hitze das geformte Band glattbügeln. 

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Aufgewickelt auf ein Stück Karton  – Fertig!

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Weißwurstfrühstück

Mitte der Woche bekam ich plötzlich Lust, mal wieder mit Weißwürsten, Bier und Brezen zu frühstücken. Als ich am Freitag beim Mittagessen vom Dorfmetzger holen noch Weißwürste in der Theke entdeckte, war die Entscheidung gefallen. Samstag gibt es Weißwurstfrühstück! Da es bei unseren Bäckern aber leider keine guten Brezeln gibt (entweder staubtrocken, hart oder zäh), habe ich selbst welche gebacken. DSC02760

Ein Wort zur Lauge für die Brezeln:

Da ich als Hobby ja auch Seifen mache, ist Natriumhydroxid (NaOH) ein Lagerartikel in meinem Regal. Als Bezugsquelle wird immer die Apotheke genannt. Dort bekommt man allerdings nur technisches NaOH, was nicht für die Zubereitung von Lebensmitteln geeignet ist. Mein NaOH beziehe ich in Lebensmittelqualität von S3 Chemicals.
Brezellauge hat meistens eine Konzentration von 4-5%. Dazu 400g destilliertes Wasser mit 16g NaOH Perlen vermischen. Wer noch nie mit richtiger Lauge gearbeitet hat, sollte sich zuerst diese Sicherheitsregeln durchlesen.
B
rezenlauge wird immer kalt verwendet. Nach der chemischen Reaktion beim lösen der Lauge in  Wasser diese daher erst auf Raumtemperatur abkühlen lassen.

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Die Teigführung der Brezeln ist einfach, d.h. es wird kein Vorteig oder Brühstück benötigt.

Fränkische Brezen
Yields 12
Saftige, weiche Brezen mit feinem Salz. Durch lange Teigführung besonders aromatisch.
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Prep Time
1 hr
Cook Time
20 min
Total Time
13 hr
Prep Time
1 hr
Cook Time
20 min
Total Time
13 hr
Ingredients
  1. 550g Weizenmehl Type 550
  2. 130g Roggenmehl Type 1150
  3. 2g Trockenhefe
  4. 1/2 TL Honig
  5. 14g Salz
  6. 365g Wasser, sehr kalt
  7. 30g Margarine
  8. feines Salz zum Bestreuen
  9. Brezellauge
Instructions
  1. In einem Glas den Honig mit etwas Wasser auflösen, dann die Hefe darin aktivieren.
  2. Die Mehle durchsieben und mit der aufgelösten Hefe, Salz und Wasser in der Küchenmaschine für 5-6 Minuten auf niedriger Stufe kneten.
  3. Margarine in kleinen Flocken bei laufender Maschine hinzufügen, nochmals 5-6 Minuten bei mittlerer Stufe kneten lassen. Der Teig sollte sich restlos von der Schüssel lösen.
  4. Teig für 30 Minuten zugedeckt gehen lassen.
  5. 12 Teiglinge a ca. 90g abstechen und zu Zigarren formen. Abgedeckt 10 Minuten entspannen lassen.
  6. Aus den Zigarren Brezeln formen und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Tablett ablegen. Wenn alle Brezeln geformt sind, mit Plastikfolie abdecken und für 12 Stunden im Kühlschrank parken.
  7. Am nächsten Tag die Brezeln aus dem Kühlschrank holen und die Plastikfolie entfernen. Die Brezeln nun für ca 30 Minuten aufwärmen lassen. Dadurch entsteht auch eine dünne Haut auf dem Teig, welche wir zum Laugen benötigen.
  8. Zwischenzeitlich den Backofen auf 220°C O/U-Hitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen.
  9. Mit Einmalhandschuhen bewaffnet die Brezelrohlinge in die Lauge tauchen (am besten in einer flachen Schüssel) und auf dem Backblech ablegen. Wenn alle Brezeln gelaugt sind, mit feinem Salz bestreuen.
  10. Im Backofen mit etwas Dampf für 20 Minuten backen.
Notes
  1. Feines Salz ist in Mittelfranken typisch. Ich finde es auch deutlich angenehmer als grobes Salz, weil man keine großen Kristalle zerbeißen muss.
Dillspitzen https://www.dillspitzen.net/
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Einladungskarte für einen runden Geburtstag/Birthday Party Invite

(English below pictures)

Meine Familie ist keine, die großartige Parties feiert. Und Einladungen erfolgen auch meist telefonisch und eigentlich nicht mit extra gestalteten Einladungskarten. Da mein Vater aber dieses Jahr seinen 70. Geburtstag feiert und dieser ausnahmsweise mal im etwas größeren Kreis gefeiert wird, bekam ich den Auftrag Einladungskarten zu basteln.

Was mich ein wenig in Bedrängnis brachte, da Stampin Up zur Zeit keinen deutschsprachigen “Einladung”sstempel im Sortiment hat. Wenigstens konnte mir hier der örtliche Bastelladen weiterhelfen. Hier also die Einladungskarten.

Für die eigentliche Karte habe ich Stampin Up Papiere verwendet. Das Inlay ist mit Laserdrucker bedrucktes Transparentpapier aus dem Bastelladen. Die “70” habe ich mit dem “Back to Basics Alphabet” gestempelt, welches neu im Katalog ist.

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Und die fertigen Karten (zwei verschiedene Designs)

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My family is not really known for celebrating birthdays with lavish parties. Invitations are usually made over the telephone. Special invitation cards are therefore very rare. But my dad celebrates his seventieth birthday in a couple of weeks. And this time there are more people to be invited than the regular extended family. So I got to craft some invites!

Which had me in a bit of trouble, because Stampin Up currently does not have any German “Invitation” stamps in the catalogue. Not in a decent size, anyways. This time my local craft store could help, though!

I used Stampin Up DSP and card stock for this project. The inlay is transparent paper from the craft store that I’ve printed on with my laser printer. It’s glued to the card stock with some mini glue dots. They are barely noticeable!

The “70” is stamped with the “Back to Basics Alphabet” stamp set.

How to make Curd Soap: Part 3 and Recipes

Hi gals (and guys)!

This blog post will give you a couple of tipps on what do to with curd soap, which I’ve shown you how to make in this post.

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How to mold and cut Curd Soap:

 

 

 

Recipes:

I’ve collected a couple of recipes on what to use curd soap for.. I’ll tried them and really like them. So I’ll share them with you!

Liquid Laundry Detergent

about 1 litre of destilled water, boiling
80g grated curd soap
50g washing soda

Dissolve soda and soap in boiling water. Let it cool down and fill into bottle for easy dispersal. If it thickens up too much, add more hot water and shake. Use about 1/4cup of detergent for one machine load. For white clothing, add some oxi clean to the soap/soda mixture and dissolve it in there as well.

Powder Laundry Detergent

200g finely grated curd soap
150g baking soda
200g washing soda
(50g oxi clean for extra whitening)

Mix the ingredients in a food processor and store in an airtight container. Use about 2tbsp for one machine load.

Clean Everything House Cleaning Gel

100g finely grated curd soap
1,5 litre destilled water, hot
50g washing soda
EO for scent, e.g. sweet orange (which also has a detergent effect)

Dissolve soap and washing soda in hot water. Let cool down a bit, then add scent. Store in a squeeze bottle for easy dispersal. Use it pure on a sponge in the shower, in the kitchen, etc.. :)

Hope you have fun with this!

How to make Curd Soap: Part 1&2

Hi gals (and guys)!

I made a little video series explaining and showing how to make curd soap, or “Kernseife”, as we Germans call it. It’s a great staple to be able to make, as a soaper because you can use it in a wide variety of cleaning products. I’ll post a couple of recipes and examples of how to use curd soap in my next blog post. This one shows you the two different ways on how to make curd soap. Either from rebatch soap or from scratch.

Curd Soap from Rebatch Soap:

 

 

What you’ll need for saponifying the superfats:

500g Rebatch Soap Scraps (you need to know the %of Superfat)
(x)g NaOH/Lye

How to calculate the amount of lye you need:

Let’s take Teach’s Bastile recipe as an example. This is Cathy’s go-to soap recipe that many of my fellow soapers use as well. Cathy uses the following ingredients:
6.2% castor oil
25% coconut oil (76deg)
69.8% olive oil (pomace)
She superfats the soap at 5%.

The next step is to go to your favourite lye calculator to calculate the amount of lye you need. I’m using SoapCalc because it has the widest variety of Oils and the recipe printout is nice and well-designed.  Put in your recipe with percentages and then break out your calculator (or do it in your head): You need your weight of soap scraps (500g) and calculate 5% of that. Because 5% of your soap will be unsaponified fats&oils. Superfat at 0%. Input that amount as the complete weight of oils, like I’ve done here:

Screen Shot 2014-08-15 at 15.37.48

Then click on “calculate recipe” and then on “view or print recipe”. Now you can see how much lye you need for 500g of soap scraps:Screen Shot 2014-08-15 at 15.38.25

It’s that easy. :)

What you’ll need for salting out the soap:

at least 6 Litres of distilled water
at least 1000g pure salt

I can’t tell you exact amounts, because it depends on the soap scraps you use.. If you’ve used soap that contains a lot of colorant and additives like clays, you’ll have to salt out more. You can see this in my video – I used soap that contains activated charcoal AND healing clay. Even though my salt solution was clear in the end (after salting out 6 times), my finished curd soap didn’t end up being white, still kind of grey-ish.
But I recommend salting out the soap at least 3 times. For each time you will need about 300g of salt and 2.5 times the weight of the soap scraps as water.

 

Curd Soap from Scratch:

 

 

Making curd soap is a good way to use up some fats/oils that you’ve bought in bulk but haven’t used up and now the best before has arrived. Like I had with my coconut oil – I bought a couple of Kilos a while back, but then Summer arrived and I don’t really soap in the summer. My soap recipes don’t like heat that much and turn out wonky.

So my soap recipe contained:

1000g Coconut oil (92deg)
200g NaOH/Lye (I added a couple of grams to achieve a lye excess)

And for salting out I used up:

1400g pure salt (about 450g each time)
8 litres distilled water (about 2,5l each time)

If you have any questions, ask in the comment section!

Exploding Box für Mamas Freundin.

Die erste Dame aus Mamas Jahrgang ist vor kurzem 60 Jahre alt geworden. Da Mama zur Feier eingeladen war und der Freundeskreis einen Bekleidungsgutschein spendiert hatte, beauftragte sie mich damit, eine Geburtstagskarte zu basteln, in welcher der Gutschein Platz findet.

Da ich bis zum Schluss aber die Maße des Gutscheins nicht kannte, habe ich mir eben eine dreidimensionale Karte überlegt. Vom Geburtstagskind wusste ich nur, dass sie Katzen sehr gerne mag. Das war also meine Inspiration für diese explodierende Box.

Deckel und eigentliche Box habe ich in unterschiedlichen Farben gebaut. Hier der Deckel:

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Die Schleife habe ich mit dem Envelope Punch Board von Stampin Up gemacht. Super easy und das Ergebnis wirkt sehr professionell. :)

Und das Innenleben:

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In dem kleinen Fach hinter “Make a Wish” versteckt sich übrigens der Gutschein.

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Wie findet ihr die Box? Für meinen ersten Versuch finde ich sie sehr gut gelungen. :)

Seifenkistchen

Ich wurde schon des öfteren gefragt, ob ich die Papierschachteln für meine Seifen wirklich alle selbst mache. Die Antwort ist: Ja, natürlich! Um den Beweis anzutreten, zeige ich euch jetzt mal den groben Ablauf.
Vom Prinzip her ist es lediglich eine Abwandlung von Pootles Papercraft “Fold Flat Box”, welche sich nach Monaten des Tüftelns als praktischste Variante herauskristallisiert hat.

Für meine “auf Masse” produzierten Kartons benutze ich die großen 50x70cm Plakatkartonbögen von Folia. Die gibt es in vielen verschiedenen Farben und auch bereits mit aufgedruckten Designs. Diese Kartonbögen schneide ich mit meinem Bastelskalpell der länge nach in der Mitte durch. Das Format meiner Seifen ermöglicht es mir, von einem Bogen Karton 6 Seifenkistchen zu basteln.

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Mit meinem Stampin Trimmer habe ich die 70cm langen Kartonstreifen in Null,nix ins Grundformat des Kartons geteilt. Da die Skalpellschnittkante meist etwas unansehnlich ist, schneide ich sie in einem dünnen Streifen ab.

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Was übrig bleibt ist ein Stapel Kartonroh”masse”. Manche einfarbigen Kartons habe ich noch bunt bestempelt, um sie ein wenig aufzuhübschen.

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Was dann folgt ist das Falzen der einzelnen Faltlinien. Wer so etwas öfter macht, dem empfehle ich das Scoring Board mit zusätzlichem diagonal scoring board von Stampin Up. Das hat sich bei mir schon 3x bezahlt gemacht.

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Sobald das erledigt ist, werden kleine Ecken herausgeschnitten, welche die Box befähigen sich leichter öffnen und schließen zu lassen.

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Nun werden alle Falzlinien schon mal vorgefaltet und mit  dem Falzbein glatt gestrichen.

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Die diagonalen Falzlinien faltet man am Besten so:

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Ist das erledigt, bringt man an die relevanten Stellen doppelseitiges Klebeband auf.

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Danach bewaffnet man sich mit einem spitzen Gegenstand (wer Fingernägel hat kann auch diese benutzen) und entfernt die Schutzfolie von allen Klebebandstreifen, bis auf die beiden an der Außenseite des Kartons. Zusammenkleben, fertig. So können die Kartons halbfertig flach gelagert werden (ich bewahre sie meist nach Farbe/Jahreszeit sortiert in Klarsichthüllen in einer großen Ikeabox auf).

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Glaubt ihr mir jetzt? ;)

 

LG Ann